Das Projekt

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Hands Up Will Never Die (kurz: HUWND) kämpft für die Aufrechterhaltung sowie Innovation der Musikrichtung Hands Up!
24 Stunden und das an 7 Tagen der Woche sind wir für euch in der Hands-Up Szene unterwegs und halten Ausschau nach den ultimativen Schlagzeilen!

Ein Event, eine neue Single oder ein neues Album steht an? Egal, denn wir wissen es! Schau vorbei und sei definitiv immer auf dem aktuellen Stand der Szene.

[title size=”1″ content_align=”left” style_type=”single solid” sep_color=”” class=”” id=””]Um was geht es uns eigentlich?[/title]

Schon vor längerer Zeit wurde es um die Musikrichtung, die sich einst als Diamant der elektronischen Tanzmusik entpuppte in den Clubs dieser Welt ruhig. Regelmäßige Disco-Gänger, die ihr Gehör stets mit über 140 Schlägen pro Minute (BPM) befriedigten, wurden ins kalte Wasser geworfen und mussten sich nun jener Musikrichtung vollkommen unterwerfen, die ohnehin schon totgespielt wurde. Das soll nicht heißen, dass House, Electro, Minimal oder sonstige Subgenres von House nicht jenen Partyfaktor mitbringen, den Hands Up mit sich bringt, allerdings, so argumentieren auch viele House DJs (ehem. Hands Up DJs), dass der gewisse “PUNCH” schlicht und ergreifend fehlt. Dieser Argumentation schließen sich nicht nur viele DJs an, sondern die auch zuvor erwähnten regelmäßigen Clubbesucher, die nicht selten hohen Eintritt zahlen um gut unterhalten zu werden.

 

Doch worauf kann man diese drastische Veränderung zurückführen? Wie so oft gibt es nicht nur eine Ursache, sondern es handelt sich dabei um ein komplexes Zusammenspiel einzelner Faktoren die dazu geführt haben, dass es so ist wie es heute ist. Beginnt dieses Dilemma nicht schon bei  den Online-Plattformen für Musik? Eigentlich ist es ja eine tolle Sache, dass man mp3’s einzeln kaufen kann, denn so kann man sein Geld explizit in jene Produktionen investieren die auch den eigenen Ansprüchen gerecht werden. Andererseits öffnet es eine weitere und vereinfachte Tür für illegale Uploads. Früher wurden die Musikstücke beispielsweise auf Musicload mit einem Schutz versehen, auch genannt DRM, um die Weitergabe gekaufter Titel über Dateifreigaben und Tauschbörsen zu verhindern. Dieser Schutz wurde jedoch später von dieser Plattform abgelehnt. Macht es nicht sogar mehr Sinn seine Produktionen von diesen Plattformen fernzuhalten oder sich für den DRM Schutz einzusetzen?

 

Doch warum rede ich hier von Online Plattformen, wenn es doch um die Clubtauglichkeit von Hands Up geht? Gehen wir nun einen Schritt weiter und überlegen uns, welches erschreckende Ausmaß illegale Uploads im Netz haben können. Abgesehen von der Tatsache, dass Hands Up allgemein schlechter verkauft wird als beispielsweise House und Electro, kommt erschwerend hinzu, dass sich Musikdateien die illegal im weltweiten Netzwerk, dem Internet landen, wie ein Lauffeuer ausbreiten und schließlich wie eine Epidemie das Netz verseuchen. Doch das ist nur die Spitze des Eisbergs, denn es gibt einen weiteren Aspekt der unserer Szene  enorm schadet und über die Jahre den Wert gegenüber den Originalen herabgesetzt hat – Bootlegs.

 

Viele Hobby-Produzenten, die dem Bann des Hands Ups verfallen, versuchen sich gerne einmal an Programmen wie Fruity Loops oder Cubase, was ebenfalls vorerst nicht schlecht ist. Allerdings merken sie sehr schnell, dass es nicht zwingend schwierig ist einen Sound zu produzieren, der für die breite Masse halbwegs hörbar klingt. Nun kommt das komplexe Zusammenspiel dieser von mir zuvor genannten Komponenten zum Einsatz. Nicht selten werden diese Produktionen, die nicht im Ansatz jene Qualität besitzen wie eine offizielle Platte, auf Upload-Plattformen hochgeladen und verteilt. Doch auch viele DJs haben kein Gespür für gut produzierte Musik, was zur Folge hat, dass sie lieber zu diesen Gratis Produktionen greifen, anstatt einen Euro für etwas anständiges zu zahlen.

 

Warum sollte man eigentlich Musik kaufen? Viele können sich logischerweise nicht vorstellen wie viel Arbeit hinter einer Produktion steckt. Als erstes braucht der Produzent einen Songtext, der natürlich geschrieben werden muss. Der Songtext ist ein Teil des Herzstücks einer Platte und aus diesem Grund besonders wichtig.  Doch mit dem Songtext ist es noch lange nicht abgetan, denn man muss einen passenden Sänger finden, der die Emotionen des Musikstücks richtig rüberbringt.  Sobald die Stimmen fertig sind werden sie im Normalfall an die Remixer  verschickt, sofern der Macher der Single nicht selbst alle Mixe übernimmt (Rob & Chris). Diese Mixe müssen allerdings alle bezahlt werden, oft aus eigener Tasche. Für eine kostengünstige und dennoch gute Alternative kommt man ungefähr auf 2000€ –  Geld was man erst einmal aufwenden und haben muss. Jetzt kommen wir wieder zurück zu unserem vorigen Thema, illegale Downloads. Wenn nun beispielsweise ein Remix zu einer Single für Promotion-Pools freigegeben wird und diese anschließend im Internet landet, geht oft ein wichtiger Teil einer Single verloren. Bestes Beispiel: Movetown feat. Nana – Lonely (Empyre One Remix)

 

Diese Platte wurde auf Promotion-Pools freigegeben. Doch bevor sie überhaupt offiziell rauskam war das Netz voll damit. Jetzt entgehen dem Macher der Single nahezu sämtliche Einnahmen zu diesem Mix wofür er hunderte von Euros zuvor gezahlt hat.  Nehmen wir an wir machen eine Single, bezahlen den/die Sänger/Sängerin und die Remixer und geben dafür 3000€ aus, 500 davon für den Sänger. Schlussendlich landen 2 Mixes davon auf illegalen Downloadseiten und sind daher für Compilations (z.B. Future Trance) uninteressant). Diese Mixe haben uns 2000€ insgesamt gekostet. Die anderen beiden Mixes wofür wir 500€ bezahlt, wovon ein Track auf einer Compilation landet. Dafür erhalten wir 500€. Durch die Einnahmen auf Online Plattformen verdienen wir ca. nochmal 500€. Schlussendlich kommen nur noch 1000€ zurück von unseren 3000€. Jetzt haben wir 2000€ Verlust mit unserer Single gemacht. Und obwohl wir uns so viel Arbeit gemacht haben, halten es viele für nicht angebracht einen Euro für diesen Aufwand zu bezahlen? Andererseits muss man sich fragen, ob man diese Promotion-Pools überhaupt noch betreibt?

 

Doch es gibt noch ein weiteres Problem unserer Szene – COVERS! Hands Up ist für mich eine eigene Musikrichtung und sollte daher eigene Stimmen und einen eigenen Sound mit sich bringen.  Was haben wir davon wenn wir andere Musikrichtungen nachahmen und uns nicht von den anderen Genres abheben? Die Antwort liegt auf der Hand: „NICHTS“. Natürlich ist die Motivation im Laufe der Jahre durch die mageren Einnahmen schwer gesunken, doch sind wir daran nicht ein bisschen selbst schuld? Wenn selbst die großen Vorbilder dieser Szene vermehrt zu Bootlegs greifen? Wenn die Vorbilder Bootleg-Packs an die Öffentlichkeit bringen und somit ihre eigenen Produktionen die zum Kauf verfügbar sind kaputt machen? Und wir fragen uns warum Hands Up momentan selten im Club gespielt wird? Ich denke die Antwort wird jeder Einzelne in diesem Text selbst für sich herausfiltern. Wenn man wirklich wieder etwas ändern möchte, dann muss man auch was dafür tun.

 

WIR ALLE MÜSSEN ETWAS DAFÜR TUN!

GENAU dagegen möchten wir etwas unternehmen und das Denken verändern. Vielleicht denkst auch DU jetzt anders.

 

In diesem Sinne,
Hands Up Will Never Die